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Das Dorf Klinge 1389 bis 1980
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Ein Dorf in der Niederlausitz dessen urkundliche Ersterwähnung auf das Jahr 1389 zurück geht.
Ein Dorf mit einem Bahnhof, einer Gaststätte, einem Bäcker, einem Fleischer, einer Verkaufsstelle und seinen Bewohnern, also beinahe ein Dorf wie jedes andere.
Ein Dorf und dessen Umgebung das in der breiten Öffentlichkeit kaum und wenn überhaupt eher als ergiebiges Pilzsammelgebiet bekannt war.
Wären da nicht das Raubrittertor und einige andere Ereignisse, aus der Vergangenheit dieses Dorfes, durch die es immer wieder mal in der Presse und unter Wissenschaftlern der Fachrichtungen Archäologie, Paläontologie und Quartärgeologie, zu Weltruhm gelangte.
Zu erwähnen wären da die Jahre,
1891 Spektakulärer Archäologischer Fund, das Geweih eines Riesenhirsches,
1903 Ein fast vollständiges Mammutskelett, das erste in Deutschland,
1927 Notlandung des Amerikanischen Flugpioniers Chamberlin und seines Begleiters, dem Generaldirektor der Bellancaflugzeugwerke Levine,
1939 Hügelgräber und Funde aus der Bronzezeit und letztendlich,
1981 Entdeckung der Erdschichten aus der Eem Warmzeit vor rund 126 000 bis 115 000 Jahren vor unserer heutigen Zeit.
Ein Dorf das bis zu seiner endgültigen Devastierung 1981, mit seinen zuletzt 579 Einwohnern, ca. 12 Km östlich von Cottbus gelegen war.
Ein Dorf auf dessen ehemaligen Territorium sich heut das Tagebaurestloch Jänschwalde befindet und dass in den kommenden Jahren zum Naherholungsgebiet Klinger See umgestaltet wird.
1)
Über die Bedeutung und Herkunft des Ortsnamens Klinge gibt es keine einheitliche Auffassung. Der ehemalige Stadtarchivar von Cottbus, Fritz Schmidt, hielt zwei Deutungen des Ortsnamens für möglich. Das Gebiet der alten Cottbuser Herrschaft springt bei den Dörfern Klinge und Gosda in das Gebiet der Standesherrschaft Forst hinein wie ein Keil. Das Wort klin bezeichnet in der Sorbischen Sprache ein kleines Keilartiges Flurstück. Man kann bei dem Namen Klinge aber auch an das sorbische glina gleich Lehm oder glinki was so viel wie kleine Lehmgrube bedeutet denken. Denn tatsächlich waren bei Klinge Lehmgruben vorhanden die die Grundlage für eine nicht unbedeutende Ziegelfabrikation waren.
Der Heimatverein Klinge hat sich, in enger zusammen Arbeit mit der Interessengemeinschaft Klinger See e.V., zur Aufgabe gestellt aktiv an der Gestaltung des Klinger Sees, des gleichnamigen Naherholungsgebietes, die zuführung eines sanfeten Tourissmus und die Erinnerungen an die Traditionen des Dorfes Klinge und seiner ehemaligen Bewohner zu pflegen.
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