Das Mammut von Klinge
Für die Wissenschaft von großem Interesse
1)
Seit im Jahr 1891 das Geweih eines Riesenhirsches bei Klinge entdeckt worden ist, beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Fundstelle und deren Umgebung. Die Untersuchungen ergaben dass es sich bei der Fundstelle und der gesamten Gemarkung Klinge um einen See, der während der Eem-Warmzeit vor etwa 113 000 bis 128 000 Jahren verlandete, handelte und dessen Tonablagerungen in der Neuzeit für die Ziegelherstellung genutzt wurden. Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurden Geologen auf die besondere Ausbildung der Sand- Ton- und Torfschichten und die darin
gefundenen Pflanzenreste und Knochenfossilien in den Tongruben von Klinge unweit Kottbus aufmerksam. Auf diese Weise kamen das nun schon seit mehr als 100 Jahren verschwundene Geweih eines Riesenhirsches und zahlreiche andere Funde zu Tage, von denen im Jahr 1903 der spektakulärste gelang.
2)
Nachdem bereits 1894 einige Oberschenkelknochenreste eines Jungmammuts in der Schmidtschen Tongrube gefunden wurden, entdeckte man in der Tongrube Grosche 1903 erstmals in Deutschland ein weitgehend vollständig erhaltenes Skelett eines Mammuts. Der Fund wurde 1908 in der Fachliteratur kurz beschrieben, geriet dann aber weitgehend in Vergessenheit. Die erstmalige wissenschaftliche Bearbeitung erfolgte 1996 durch den Wirbeltierpaläontologen des Naturkundemuseums Berlin, Herrn Dr. Karlheinz Fischer.
Die Originalen Fundstücke des Skelets werden im Naturkundemuseum Berlin aufbewahrt. Eine Originalgetreue Nachbildung ist für Besucher im Kreis Haus, des Landkreises Spree- Neiße in
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Interessengemeinschaft Klinger See e.V.
Das Mammut im Atrium des Freilichtmuseums Klinge