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Bei Rodungsarbeiten an der Nordgrenze der Gemarkung Klinge entdeckte man 1939 die aus der Bronzezeit stammenden Hügelgräber. Leider schenkte man den Grabanlagen wenig Beachtung so dass, bei diesen arbeiten, vier Gräber dieser Anlage völlig zerstört wurden. Der Vertrauensmann für Bodendenkmäler aus Forst, Paul Decker, berichtete von seinem ersten Besuch des Gräberfeldes:
1)
"Vier Gräber waren vollständig zerstört. Dem Anschein nach sind Gefäße von Unberufen verschleppt worden. Es konnten nur Scherben geborgen werden. Riefengefäße, facettierte Schüsselränder, hochgehenkelte Tassen und Töpfe, kleine Amphoren mit Dreieckflechtband, terrinenförmiger Topf, mit auf dem Umbruchumlaufenden, senkrechten Einkerbungen, darüber umlaufende parallele Rillen und über diesen konzentrische Halbkreise. Die Brandurne des Grabes 1 hatte in einer sehr großen, flachen Schüssel mit facettiertem Rand gestanden. In diesen hat eine große Kiefer ihre mächtige Pfahlwurzel hinein gesenkt, so dass Urne und Schüssel zerbrochen waren. Aus dem zweiten Grab konnten einige Urnenreste geborgen werden. Im dritten Grab befanden sich nur der ausgeschüttete Leichenbrand, die Urne ist also entwendet worden. Vom vierten Grab sind auch nur einige Scherben übrig geblieben."
Archäologen untersuchten in den Jahren 1941 bis 1943 und in den Jahren 1977 bis 1983 mehrere Hügelgräber dieser Art Erdentnahmegruben, Steinkranz und Hügelkörper. Die Maße waren verschieden, sowohl in Höhe und Durchmesser. Insbesondere ist die Höhe der Hügelgräber in der Ursprünglichkeit nicht mehr nachvollziehbar. Nicht mehr erkennbar zu diesem Zeitpunkt waren auch die Erdentnahmegräben, die oberirdisch verliefen. Die Hügelaufschüttung, aus Sand und Steinen bestehend, beinhaltete Bestattungen oder auch Nachbestattungen. Bei der letzten Ausgrabung 1977 - 1983 wurden davon nur noch Reste freigelegt. Die Grabhügel wurden zu früheren Zeiten, sicher auch schon wenige Jahrhunderte nach der Errichtung, er graben und dadurch zerstört.
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Qelle:Text und Bilder für die Collage aus dem Buch; Das Dorf Klinge
Der 1915 gefundene Kronenhalsring aus Bronze
Bronzezeitliches Gräberfeld Nordseite
der Gemarkung Klinge
Äußerlich wiederhergestelltes Hügelgrab
Bei Ausgrabungsarbeiten im Sommer 1980
Die Hügelgräber von Klinge
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